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Täglich passieren viele interessante Dinge. Wir wollen Ihnen auf dieser Seite ein paar dieser News, die wir gefunden oder gehört haben, näherbringen.

Trauerkultur ein Spiegel der Gesellschaft

03. März 2017


 

Helmut Haybach ist neben seiner Tätigkeit als Leiter der Fachgruppe Bestatter in seiner Heimatgemeinde Diakon in der Katholischen Kirche. Er kennt daher das Bestattungswesen aus gleich zwei Blickwinkeln.

Das neue Bestattungsgesetz, so berichtet Haybach, biete den Beteiligten mehr Spielraum. So dürfen beispielsweise jetzt sechs Wochen bis zur Urnenbestattung vergehen. Dies bietet genug Spielraum, um eine würdige Bestattung vorzubereiten. Viele Angehörige drängen aber auf eine schnelle Bestattung. Haybach stellt einen eindeutigen Trend zur unverbindlichen, anonymen Bestattung fest. Dies passe zur allgemeinen Entwicklung unserer Gesellschaft, so Haybach.

Die Trauerkultur ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Individuelle Gestaltungen einer Trauerzeremonie stehen eindeutig im Vordergrund. Viele Menschen haben heute keinen Bezug mehr zu kirchlichen Zeremonien. Auch für die Bestatter hat sich durch die große Vielfalt der Bestattungsformen viel geändert. Früher haben meist Tischlereien Bestattungen noch als Nebenerwerb mitgemacht. Dies ist heute nicht mehr möglich.

Durch viel höhere Ansprüche bei Service und Abwicklung einer Bestattung müssen sich Bestattungsunternehmen ganz anders aufstellen. Qualitätsstandards sind hier gefragt, da Bestatter immer mehr als Dienstleister auf hohem Niveau agieren.

Auch Haybach stellt in den letzten Jahren eine große Tendenz zur Urnenbestattung fest. Früher war die Erdbestattung die gängigste Form der Bestattung, heute ist es die Urnenbestattung. Die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft findet sich auch in unserer Bestattungskultur wieder.

Auch bei den Friedhöfen stellt Haybach eine neue Entwicklung fest. Viele Kommunen haben heute Probleme ihre Friedhöfe zu unterhalten. Daher gibt es immer öfter Bestrebungen diese zu verpachten, also in eine private Trägerschaft zu geben.

Das Land Bremen geht hier einen ganz anderen Weg. Seit dem 01. Januar 2015 ist es in Bremen möglich, auf Wunsch des Verstorbenen, dessen Asche auf einem privaten Grundstück zu verstreuen bzw. die Urne im Garten beizusetzen. Der Friedhofszwang wurde in diesem Land aufgehoben. Bedingung für diese Form der Bestattung ist allerdings, dass der Verstorbene seinen Hauptwohnsitz in der Hansestadt Bremen hatte.

 

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